Zeitreise in die antike Sagenwelt – Eine Lesung mit Frank Schwieger

Verräterische Schwerter, fiese Liebespfeile und ein unglücklicher Superstar: Am Montag, den 26. Januar 2026, wurde es im wahrsten Sinne des Wortes sagenhaft für die Fünft-, Sechst- und Siebtklässler der Nordseeschule, denn der Kinder- und Jugendbuchautor Frank Schwieger hatte sich – trotz Schneegestöber – auf den Weg zum Gymnasialteil der Schule gemacht, um dort in der Aula aus seinem Buch „Ich, Zeus, und die Bande vom Olymp. Götter und Helden erzählen griechische Sagen“ vorzulesen.

In einem packenden Lesevortrag ließ er zunächst den Helden Achill zu Wort kommen, der u.a. davon berichtete, wie peinlich ihm der letztlich vergebliche Versuch seiner Mutter ist, ihn in Mädchenkleider zu stecken, um ihn davor zu bewahren, in den Krieg gegen Troja ziehen zu müssen. Als nächstes ließ Frank Schwieger den Gott Apoll in humorvollem Ton davon erzählen, wie er sich von Eros‘ Pfeil getroffen in die schöne Nymphe Daphne verliebt, die allerdings vor ihm flieht, ihn zu seiner Schande im Wettlauf besiegt, und wie er schließlich noch von ihrem Vater, „einem drittklassigen Flussgott“, durch die Verwandlung Daphnes in einen Lorbeerbaum „ausgetrickst“ wird. Den Abschluss bildete die Geschichte des „Megasuperstars“ Orpheus, genannt „THE VOICE“, der nach dem Motto „Ich bin ein Star, die hol ich da raus“ in die Unterwelt hinabsteigt, um seine geliebte Eurydike zurückzuholen, sie aber wieder verliert, weil er sich zu früh nach ihr umdreht.

Die mitreißende Lesung wurde mit viel Applaus honoriert und im Anschluss blieb den Schülerinnen und Schülern noch Zeit für Fragen an den Autor. Und so erfuhren sie, dass Frank Schwieger eigentlich Lehrer für Latein und Geschichte ist, aber aus einer „Urlaubsspinnerei“ heraus vor 25 Jahren mit dem Schreiben von Büchern begonnen habe. Aus dem Interesse an den alten Mythen sei schließlich die Idee entstanden, die Hauptpersonen selbst zu Wort kommen zu lassen. „Ich, Zeus, und die Bande vom Olymp“ sei dabei sein erfolgreichstes Buch aus dieser Reihe, das bereits in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

Zum Schluss erhielten die Schülerinnen und Schüler noch die Möglichkeit, Autogrammkarten als Erinnerung mitzunehmen. Einige Kinder hatten sogar extra ihre eigenen Ausgaben des vorgelesenen Buches mitgebracht und konnten sich diese nun mit persönlichen Widmungen signieren lassen.

„Die Geschichten waren echt gut!“, fand Mia aus der 6b abschließend. „Und er hat richtig toll gelesen“, ergänzte ihre Klassenkameradin Carlotta. So waren sich am Ende alle einig: Dies war eine rundum gelungene Lesung, die Lust auf Lesen macht und Interesse an der Antike weckt!



Anja Pickhardt

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