Neue Partnerschaft mit einer Schule im Baskenland

Unsere Schule startet eine spannende Kooperation mit dem Colegio El Regato in Barakaldo, im spanischen Baskenland. Den Anfang machten im vergangenen Schuljahr fünf Schülerinnen und Schüler der Nordseeschule gemeinsam mit acht Teilnehmern der Balticschule in Lübeck und des BBZ Moelln. Sie reisten im April für zwei Wochen im Rahmen einer Einzelmobilität mit Erasmus+ für das Wirtschaftspraktikum nach Bilbao, sammelten neue Erfahrungen und lernten den Familien- und Arbeitsalltag vor Ort kennen.

Im Juni kamen dann die Bilbaínos zum Gegenbesuch und absolvierten ein zweiwöchiges Betriebspraktikum in der Touristeninformation in St. Peter, im Hotel Urban Nature, bei der Werbeagentur Di Bello und in der Zahnarztpraxis Dr. Mahrt

Wir freuen uns sehr über die neue Zusammenarbeit und auf viele weitere Begegnungen!

Im Folgenden könnt ihr einige Erfahrungsberichte lesen:

Die Privatschule Colegio El Regato hat uns deutsche Austauschschüler sehr nett aufgenommen. Einige Schüler haben dort auch ihr zweiwöchiges Praktikum im Kindergarten, in der Grundschule oder der Highschool absolviert. Der Unterricht dort findet hauptsächlich auf Spanisch, aber auch auf Baskisch statt und ist sehr frei und kreativ gestaltet. Die Schule im Allgemeinen ist sehr groß und modern und die knapp 1.600 Schülerinnen und Schüler können dort in einer sehr fröhlichen Atmosphäre lernen. El Regato liegt etwas abgelegen von Bilbao und ist nur mit dem Schulbus zu erreichen, liegt dafür aber mitten in der Natur mit einem großen See. Auf diesen hat man einen guten Ausblick beim Essen in der schuleigenen Mensa. Dort kommen die Schüler, aber auch die Lehrer, täglich zum Frühstück und Mittagessen zusammen. (Anna, 12a)

Ich habe mein zweiwöchiges Praktikum in Castro-Urdiales in der Region Kantabrien in Spanien bei DYA Cantabria gemacht. Dort habe ich viele spannende Einblicke in den sozialen und medizinischen Bereich bekommen. Zu meinen Aufgaben gehörte es, ältere Menschen im Alltag zu unterstützen, Präventionsmaßnahmen vorzubereiten und Notfälle zu dokumentieren. Außerdem konnte ich viel Neues lernen, zum Beispiel im Bereich Erste Hilfe sowie beim Messen von Blutdruck und Puls. Besonders gut gefallen hat mir das Team. Alle waren sehr freundlich, motiviert und haben mich direkt gut aufgenommen. Dadurch habe ich mich schnell wohlgefühlt und konnte auch meine Spanischkenntnisse verbessern. Neben der Arbeit habe ich außerdem viel über die spanische Kultur und den Alltag vor Ort gelernt. Insgesamt war das Praktikum eine tolle Erfahrung, bei der ich viele neue Eindrücke gesammelt und wichtige Erfahrungen für die Zukunft gemacht habe. (Lena, 12a)

Im Rahmen meines zweiwöchigen Praktikums in einer Forschungseinrichtung, dem TSR-Lab, der Universität des Baskenlandes hatte ich die Möglichkeit, vieles über die Signalverarbeitung und die Telekommunikation zu lernen. Während dieser Zeit wohnte ich in Castro Urdiales, einer schönen Küstenstadt, und fuhr jeden Tag nach Bilbao, wo sich die Universität befindet. Allein die tägliche Fahrt war eine tolle Möglichkeit die Region kennenzulernen. Im Laufe der zwei Wochen konnte ich an verschiedenen Projekten mitarbeiten bzw. diese begleiten und viel über die wissenschaftliche Arbeit lernen sowie einen Einblick in die Arbeitsweise Forschender erhalten. Besonders interessant fand ich dabei das Hineinschnuppern in wissenschaftliche Konferenzen. Auch die Möglichkeit verschiedenen Personen, wie Professoren, Doktoranten oder wissenschaftlichen Mitarbeitern Fragen zu stellen, hat einem die Tür zu verschiedensten wissenschaftlichen Themen und Abläufen geöffnet. Nach dem Praktikum blieb zudem Zeit, die Umgebung zu erkunden, wobei mir die Kombination aus der beeindruckenden Landschaft und der Nähe zum Meer gepaart mit der Atmosphäre in den Innenstädten besonders gefallen hat. Insgesamt war das Praktikum eine sehr bereichernde Erfahrung, in der ich nicht nur fachlich Neues lernen konnte, sondern auch eine andere Kultur kennenlernen und viele neue Eindrucke sammeln durfte. Die zwei Wochen werden mir als eine aufregende Zeit noch lange in Erinnerung bleiben. (Meiko, 12a)

Während meines Austausches in Bilbao habe ich die einzigartige Gelegenheit bekommen, neue Menschen kennenzulernen und Erfahrungen in einem fremden Land zu sammeln.

Am 11 April 2026 kam ich am Abend in Bilbao an. Meine Gastfamilie, die ich mit Anna geteilt habe, war sehr gastfreundlich und lieb. Sie haben uns direkt ins Herz geschlossen und wie ihre eigene Familie behandelt. Ich habe schnell gelernt, mich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Zum Beispiel waren die Essenzeiten anders, als die, die wir die in Deutschland kennen. Zum Frühstücken essen sie meistens ein Stück Kuchen mit einem Tee oder Kaffee. Der Mittag war meistens im Zeitraum von 13-16 Uhr. Das war so ähnlich wie in Deutschland. Das Besonders war jedoch, dass sie abends erst ab 22 Uhr essen. Meistens war ihr Abendessen, kein Brot, sondern eine warme Speise, das Kurioseste waren die Kroketten mit Tintenfisch-Tinte, die haben echt gut geschmeckt.

Ich wohnte in Portugalete, eine Stadt die ca. 30 Minuten mit der U-Bahn von Bilbao entfernt war. Wir wohnten zentral nah an der bekannten „Puente de Vizcaya“ das ist eine Brücke die zwei Städte mit Hilfe einer Schwebefähre verbunden hat. Sie ist 50 Meter hoch, und dort kann man mit einem Fahrstuhl hochfahren, dies haben wir auch gemacht. Portugalete liegt auf einem Berg, sodass man jeden Tag, um zur U-Bahn zu kommen, nach oben laufen musste. Damit es nicht allzu schwer für die Einwohner ist, gibt es Rolltreppen, die den Weg nach oben vereinfachen. Die U-Bahn ist sehr modern und kommt jede 2-5 Minuten. Diese führt von kleinen Dörfern und Städten bis nach Bilbao. In der U-Bahn gab es rote und graue Sitze. Die grauen sind für ältere Menschen und Schwangere reserviert, die roten Sitze sind für alle Anderen. Um zu meinen Praktikums-Platz (Reisebüro) zu kommen, habe ich jeden Tag die U-Bahn benutzt und musste dann noch von der U-Bahn-Station zum Reisebüro laufen. Die ganze erste Woche habe ich mich in Moyua, dem Stadtteil in Bilbao, wo mein Praktikums-Platz war, verlaufen. Dadurch habe ich viele neue Plätze gefunden, die wirklich schön waren. Meistens war das Problem, dass die meisten Straßen gleich aussahen, wodurch ich sehr oft auf Google Maps zurückgreifen musste. Nichtsdestotrotz habe ich jeden Tag das Reisebüro erreicht. Dieses lag in der Nähe des bekannten Guggenheim Museums. Das ist ein Kunstmuseum mit vielen Kunstwerken, die zum Teil sehr abstrakt sind. Die Kunstwerke ändern sich sehr oft, wodurch es nie langweilig wird. Das Museum ist besonders durch seine außergewöhnliche Architektur bekannt. Die meisten Menschen gehen nicht wegen der Kunst ins Guggenheim Museum, sondern auch wegen des beeindruckenden Gebäudes selbst. Dadurch ist das Guggenheim Museum ein Wahrzeichen von Bilbao.


Meine Arbeitskollegen im Reisebüro waren sehr nett und haben mich sehr freundlich aufgenommen. Meine Tätigkeit war, dass ich Designs für bestimmte Reiseziele designen durfte. Zudem habe ich eine eigene Reise durch Norddeutschland entwickelt, die auch einen Stopp in Sankt Peter Ording hatte.

Durch den Austausch hat man gemerkt, wie offen und nett die Spanier sind. Der Austausch war eine wertvolle Erfahrung, die mir nicht nur neue Kenntnisse über Spanien vermittelt hat, sondern auch viele schöne Erinnerungen. (Sophie, 12a)

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