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Theaterfahrt nach Itzehoe: „Hamlet – Sein oder Nichtsein“

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von Jule Marie Sönnichsen
aktualisiert: 09.02.2020 11:56 von La

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Am 9. Januar 2020 um 16 Uhr 45 hieß es in St. Peter Abfahrt, nachdem endlich auch die letzte Klausur für das erste Schulhalbjahr geschrieben war. Obwohl viele aus unserem DS-Kurs ziemlich kaputt waren, stieg die Vorfreude aufs Theater.

Jeder wusste, dass uns das Landestheater auf der Itzehoer Bühne das Stück Hamlet von William Shakespeare erwartet. Zudem wussten wir auch noch, dass in dieser Inszenierung der Dänenprinz Hamlet nicht unbedingt ein Grübler ist, sondern eher ein zorniger Rebell.

Als wir dann gegen 18 Uhr in Itzehoe ankamen, ging ein Großteil erst einmal etwas essen und nur einige von uns ging sofort ins Theater. Dort erwartete uns eine Einführung ins Theaterstück, welche humorvoll vom Dramaturgen präsentiert wurde. Er erzählte uns unter anderem, welche Schauspieler in diesem Stück spielen, wie zum Beispiel Christian Hellrigl als Hamlet. Zudem wurde uns gleich erzählt, dass nur acht Schauspieler auf der Bühne vertreten sein werden. Dadurch will die Inszenierung des Landestheaters einen besseren Kontrast erzielen und sich nur auf die wichtigsten Rollen im Stück Hamlet fokussieren. Dazu gehören natürlich Hamlets Freunde Rosencrantz und Guildenstern, sowie die bezaubernde Ophelia, welche von Kimberly Krall gespielt wurde.

Im Hamlet selbst geht es um den wohlbekannten Prinzen Hamlet, welcher von seinem Studium in Wittenberg an den dänischen Hof zurückkehrt, um am Begräbnis seines Vaters teilzunehmen. Seine Mutter Gertrud jedoch hat nach nur wenigen Wochen Claudius geheiratet, den Bruder des verstorbenen Königs, der auch dessen Nachfolge auf dem Thron angetreten hat. Allein in seiner Trauer und entsetzt über die schnelle Wiedervermählung seiner Mutter, begegnet Hamlet dem Geist seines Vaters. Dieser behauptet, von Claudius vergiftet worden zu sein, und fordert seinen Sohn auf, den Mord zu sühnen. Hamlet schwört Rache – jedoch ohne einen konkreten Plan zu fassen. Um seine Hintergedanken zu verschleiern, gibt er den Wahnsinnigen. Seine Geliebte Ophelia stößt er dabei zurück, auch tötet er aus Versehen ihren Vater Polonius. Alles entgleitet ihm! Dies ist dann der Auftakt für den kompletten Zusammenbruch in der Tragödie.

Nachdem wir diese kleine Zusammenfassung erhalten hatten, erklang um 19 Uhr 30 der Gong zum Vorstellungsbeginn. Wir machten uns also auf den Weg zu unseren Plätzen und waren sofort verwirrt vom Bühnenbild. Für manche Zuschauer war es sehr schlicht gestaltet, einige sahen das Bühnenbild als Höhle an, andere wiederum waren einfach nur verwirrt von den Hundeplastiken, welche am Bühnenrand standen. Für diese haben wir bis heute immer noch keine Antwort gefunden, dies bleibt wohl das Geheimnis der Regisseurin Anna-Elisabeth Frick.

Wir verfolgten also gespannt das Theaterstück eine Stunde und zehn Minuten lang bis zur Pause. In der Pause konnte man etwas essen, trinken, rausgehen oder einfach mal kurz verschnaufen. Nach der zwanzigminütigen Pause ging es weiter mit dem Stück. Und das war auch einer unserer Kritikpunkte, da der zweite Teil nur noch 25 Minuten ging und wir im ganzen Kurs der Meinung waren, dass man sich die Pause auch hätte sparen können.

Jedoch ist dies nicht unser einziger Kritikpunkt: Das Schreien der Schauspieler war teils viel zu laut und ging uns schon auf die Nerven, da es aus dem Nichts heraus kam. Des Weiteren waren wir der Meinung, dass es im Stück auch viele Momente gab, die jeder anderes interpretieren konnte. Dies sahen einige als Problem an und andere wiederum als sehr positiv. Doch ist dies nicht auch das Geheimnis von Theater? Dass jeder es anders interpretieren kann!?

Im Allgemeinen waren wir als Kurs dennoch sehr zufrieden mit diesem Stück. Um 22 Uhr hieß es dann wieder ab nach Hause und so fuhren wir mit dem Bus wieder Richtung Heimat mit viel neuen gewonnen Eindrücken, die uns hoffentlich in unseren nächsten selbst inszenierten Szenen im Unterricht helfen können.


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