Schulmensa Internatsküche St. Peter-Ording vorbildlich

von Rüdiger Hoff

aktualisiert: 24.01.2012 08:11 von Sh


Im Gegensatz zum negativen Gesamtergebnis zu Qualitätsstandards in bundesdeutschen Schulkantinen findet sich die Internatsküche St. Peter-Ording auf der Positivliste der  Hochschule Niederrhein wieder.

St. Peter-Ording (Januar 2012)

„Ungesund, verkocht und unhygienisch: Die Verpflegung in deutschen Schulmensen ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern schlecht“, titelte FOCUS online in der vergangenen Woche. „Es gibt Defizite, die man zum Teil als gravierend bezeichnen muss“, wird der Ernährungswissenschaftler Prof. Volker Peinelt von der Hochschule Niederrhein zitiert.

Er und sein Team stellten fest, dass nur sehr wenige Schulmensen bereit seien, sich in die Töpfe gucken zu lassen. Immerhin rund 200 Mensen (vor allem in Nordrhein-Westfalen) wurden aber in den vergangenen rund fünf Jahren von der Hochschule Niederrhein untersucht. Ernüchterndes Fazit: Rund 90% der Schulen erfüllten die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht.

Das größte Problem, so Peinelt, seien die langen Warmhaltezeiten. „Das Essen wird extern gekocht, warm angeliefert und in den Schulen bis zu sechs Stunden lang warmgehalten.“ Das sei deutlich zu lang – nach dieser Zeit sei das Essen zerkocht und sowohl Vitamine als auch Geschmack seien dahin.

Anders in der Mensa der Nordseeschule, die vom Nordsee-Internat St.Peter-Ording bewirtschaftet wird und bei Prof. Peinelt Höchstwertungen erzielt hat: Mit drei von drei Kochmützen und 97 von 100 möglichen Punkten können sich die Speisen nicht nur sehen, sondern auch bestens verspeisen lassen. Garant für den Geschmack sind Küchenchef Greve und sein Team, das allein  drei Profiköche täglich im Einsatz hat, um ein Essen mit Vorbildcharakter für die Schülerinnen und Schüler auf den Tisch der Mensa zu bringen: frisch, abwechslungsreich und appetitlich dargereicht.