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Ein Segeltörn auf der BANJAARD

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Klassenfahrt der 10A vom 14. bis zum 18. September 2015
aktualisiert: 26.09.2015 22:31 von Sh

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Logbuch

Tag 1 – Montag, 14.9.2015:
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Busfahrt Westküste – Ostküste; Ankunft in Kiel-Holtenau am Tiessenkai bei Sonnenschein. Unser Segelschiff, die BANJAARD, ein Toppsegelschoner, liegt vertäut am Kai. Der Proviant wird verstaut, die Kabinen werden belegt. Danach wird die Mannschaft 10a von Kapitän Aard (einem Holländer) eingewiesen; die Steuerfrau heißt Doreen (sie ist aus Rostock), der Bootsmann Ian (er ist Halbire). Wir legen gegen mittag ab - Fahrt durch die Kieler Förde. Zum ersten Mal werden die Persenninge (die Schutzplanen für die Segel) abgenommen und die Segel gesetzt. Wir fahren durch die Kieler Bucht nach Norden. Allmählicher Wetterumschwung: erste Regentropfen, später heftige Schauer, jeder wird nass, mancher mehr, mancher weniger. Wir legen abends in Marstal auf der Insel Aerø an. Unsere Smutjes kochen Nudeln mit guten Saucen – echt lecker! Im Salon spielen wir später das Kartenspiel „Werwolf“.

Die zurückgelegte Distanz: 35 Seemeilen (1 sm = 1.852 Meter).

Tag 2 – Dienstag, 15.9.2015:

Ablegen bei Sonnenschein. Wir lagen die Nacht an einem anderen Schiff, der Luciana. Die Zelte (die Abdeckplanen an Deck zum Schutz vor nächtlichem Regen) und Persenninge werden abgenommen. Kurz nach dem Auslaufen werden das Großsegel, das Bram- und das Marssegel gesetzt, kurz danach noch das Toppsegel, das Focksegel und der Innenklüver, einzig der Außenklüver ist noch eingerollt. Der Wetterbericht kündigt für 13 Uhr 5 einen Regenschauer an, der auch pünktlich über uns niedergeht - später wieder Sonnenschein. Nachmittags gibt es Kaffee, Tee und Kuchen. Wir kreuzen noch ein wenig in der dänischen Südsee und vollziehen eine schöne, aber auch anstrengende Wende unter Segeln. Kurz vor dem Anlegen in Korshavn geht nochmals ein kräftiger Schauer nieder. Die heutigen Smutjes kochen Gyros mit Reis - auch gut! Später heißt es wieder: Werwölfe an Bord.

Die zurückgelegte Distanz: ca. 17 sm.

Tag 3 – Mittwoch, 16.9.2015:

Morgens gibt es frisch gepflückte, deliziöse Brombeeren zum Frühstück; danach Fahrt nach Fåborg, um Diesel aufzutanken (der Tank fasst 2000 Liter Schiffsdiesel). Die Mannschaft 10a hat Landgang; um 11 Uhr sind alle pünktlich zurück und der Törn kann fortgesetzt werden. Das neue Lieblingsgetränk ist Kakao, eine wundervolle Stärkung für zwischendurch. Die verrichteten Arbeiten an den Segeln, zum Beispiel das Brassen der Rahen, werden etwas geläufiger. Das Einholen der Segel und das Befestigen der Persenninge (dafür genügt ein einfacher Slipstek) klappt auch besser. Später laufen wir in den schnuckligen Hafen von Dyvig ein. Hier haben wir die Gelegenheit zum Baden. Abends grillen wir am Pier; spätabends spielen viele „Werwolf“ und „Arschloch“, aber einige leiden an einer Matrosenkrankheit namens WLAN.

Die zurückgelegte Distanz: ca. 40 sm.

Tag 4 – Donnerstag, 17.9.2015:

Der heutige Wetterbericht verheißt eingeschränkte Segelmöglichkeiten; aber zuerst müssen wir raus aus der Bucht - das Brassen der Rahen ist schon gut koordiniert. Dann schippern wir durch den Alsensund in Richtung Sønderborg; dort geht es durch die Brücke und in etwas rauheres Gewässer. Heute segeln wir wieder in deutsches Gebiet, am Abend wollen wir in Kappeln sein. Die Segelbedingungen sind o.k., das Wetter durchwachsen. Und schließlich geht es an Schleimünde vorbei nach Kappeln. Auch dort wartet eine Brücke darauf, für uns hochzuklappen. Wir legen an dem Zweimastschoner Abel Tasman an, benannt nach dem holländischen Seefahrer. Abends gibt es Tortellini: auch die heutigen Smutjes verstehen es, für eine große Gruppe zu kochen.

Die zurückgelegte Distanz: 25 sm

Tag 5 – Freitag, 18.9.2015:

Heute müssen wir etwas zeitiger los, denn die Brücke in Kappeln wird um 8 Uhr 45 geöffnet. Die Abel Tasman, die Vegesack, einige kleinere Boote und wir legen wieder los. Heute segeln wir unter gutem Wind zurück nach Kiel. Wir segeln an einem Sperrgebiet vorbei und sehen Leuchtmunition, die von einem Marineschiff abgeschossen wird, das über Funk angekündigte U-Boot aber nicht. Mittags gilt es noch, den restlichen Proviant zu verringern. Als wir am Tiessenkai anlegen, merken wir, wie schnell die Tage vergangen sind. Doch vor dem Ausschiffen heißt es noch Deck schrubben, putzen, klar Schiff machen. Einige von uns klettern noch gut gesichert auf den Ausguck, also auf den Toppmast. Aard, der Kapitän, verabschiedet uns noch. Doreen, die Steuerfrau, überreicht jedem von uns den Seemeilennachweis: wir haben in den vergangenen fünf Tagen 146 Seemeilen zurückgelegt (das sind 270 Kilometer) - nicht wenig für die vergangenen fünf Tage! Wir entscheiden noch, die übrigen Vorräte der Tafel in Tönning zu spenden. Dann sagen wir „Ahoi, Banjaard!“ und fahren erschöpft, aber zufrieden, nach Hause.

Die zurückgelegte Distanz am letzten Tag: 29 sm


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