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Experimentieren im Schülerlabor des Forschungszentrums Borstel

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aktualisiert: 04.12.2016 17:52 von Nm
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Darauf hatten wir, der Chemiegrundkurs der 13. Jahrgangstufe, gewartet. Vom 23.11. bis zum 25.11. fand die Fahrt zum Forschungslabor Borstel dann endlich statt. Wir sind am Mittwoch gegen 8:00 Uhr in einzelnen Gruppen von Sankt Peter aus los gefahren und trafen uns um 10 Uhr in der Jugendherberge Bad Oldesloe. Diese war nun für die nächsten zwei Nächte unser Schlafplatz inklusive eines leckeren Frühstücks, morgens um halb acht. Betreut wurden wir während des Aufenthalts im Forschungszentrum von Herrn Professor Petersen sowie seiner Assistentin Frau Meyer. Nachdem wir am Mittwoch an der Jugendherberge ankamen und die Zimmer bezogen hatten, ging es um 11:00 Uhr direkt zum Forschungszentrum. Wir starteten nach einer netten Begrüßung unsere Arbeit an diesem Tag mit einem guten Mittagessen in der Mitarbeiterkantine. Nach der Stärkung ging es zurück in das Labor. Das erste Experiment rund um Plastidenfarbstoffe stand auf dem Programm. Wir isolierten aus Efeu einen Rohchlorophyllextrakt den wir anschließend chromatographisch auftrennten. Ziel war es die einzelnen Plastidenfarbstoffe zu isolieren um von jedem einzelnen ein Absorptionsspektrum aufnehmen zu können. Dies wurde auch mit Erfolg getan und es kamen sehenswerte Ergebnisse heraus. Um ca.17:00 Uhr ging es dann zurück Richtung Jugendherberge. Den verbleibenden Abend nutzten wir um die Stadt Bad Oldesloe zu erkunden und den Freizeitraum der Jugendherberge unsicher zu machen.

Am nächsten Morgen starteten wir unsere Arbeit um 9 Uhr, auch wenn der Eine oder Andere wohl lieber im Bett geblieben wäre. Für diesen Tag stand ein aufwendiges Experiment zum Nachweis ausgewählter Proteine (Ovalbumin und Immunglobuline ) durch immunoblotting an. Professor Petersen erklärte uns das Prinzip der denaturierenden Proteingelelektrophorese (SDS-PAGE) und den sich anschließenden Western-Transfer mit der Immunodetektion der Proteine.

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Während das Gel lief, gingen wir erst einmal in die Kantine Mittag essen. Nach dem Essen führten wir den Western-Transfer durch. Nun hatten wir ein wenig Zeit zur Besichtigung eines Protein-Sequenziergeräts, mit dem Herr Prof. Petersen bereits einige Allergene selbst sequenziert hatte. Dieser Exkurs war sehr interessant. Zurück zu unserem Westernblot. Wir stellten mit Hilfe einer Ponceau S-Färbung fest, dass der Proteintransfer prima funktioniert hatte. Wir gaben die Antikörper für die Immunodetektion zur Inkubation über Nacht auf die Membran und konnten uns nun den Vorbereitungen für das letzte Experiment am morgigen Tag widmen. Herr Prof. Petersen führte uns in die Geheimnisse der PCR ein, indem er uns u.a. über den Entdecker der PCR, Kary Mullis, berichtete. Seine bahnbrechende Erfindung verkaufte er für 10000 Dollar an eine Biotechfirma die daraufhin mit dieser Verfahrenstechnik Millionen verdiente. Naja, wenigsten bekam Kary Mullis 1993 für seine Entdeckung den Nobelpreis. Die PCR sollte für unseren letzten Arbeitstag die Schlüsseltechnologie sein. Wir hatten nämlich die Möglichkeit, einen genetischen Fingerabdruck unserer eigenen DNA aufzunehmen! Dafür isolierten wir noch unsere DNA aus Zellen der Mundschleimhaut mit Hilfe eines DNA Isolationskits. Wir fuhren anschließend zufrieden zurück zur Jugendherberge und freuten uns auf einen gemeinsamen Kaffee mit Kuchen sowie den Pizzaservice.

Nun war der letzte Tag auch schon da. Zuerst setzten wir die PCR unter der Verwendung von zwei STR-Markern an. Dann entwickelten wir unseren Immunoblot. Wir konnten recht gut die markierten Proteine auf der Membran sehen. Nach einer kurzen Pause war die PCR auch schon fertig. Wir trugen unsere Proben auf das Polyacrylamidgel auf. Unter dem UV-Licht sahen wir recht gut die individuellen Banden, die aus den STR-Bereichen resultierten. Das hatte gut geklappt. Im Anschluss erklärte uns Herr Petersen auf unseren Wunsch hin noch, was für Forschungen in Borstel betrieben werden, wie die Organisationsstruktur aussieht und was er selbst während seiner aktiven Forschungszeit erforscht hatte, bevor er als Ausbildungsleiter in die Laborantenausbildung ging.

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Wir bedankten uns mit einer kleinen Aufmerksamkeit bei Herrn Professor Petersen und Frau Frau Meyer (ohne Frau Meyer wären die Experimente sicher nicht so reibungslos verlaufen) und beendeten unseren Forschungsaufenthalt genauso wir ihn begannen: mit einem ordentlichen Mittagessen in der Kantine.

Anna-Lena Schepat/Nm


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